Neues iPhone 4G nur mit micro-SIM?



Einer der größten Überraschungen bei der iPad-Vorstellung Mitte Januar war sicherlich die Ankündigung, dass das iPad ausschliesslich micro-SIM-Karten unterstützen wird. Wäre es möglich, dass Apple einen kompletten Schwenk zu micro-SIM-Karten plant und auch die zukünftigen iPhone-Modelle mit einem micro-SIM-Karten-Slot ausgestattet werden? Natürlich ist dies bisher nur Spekulation, aber folgende Punkte sprechen dafür:

1.  micro-SIM-Karten sparen Platz

micro-SIM-Karten sind kleiner als herkömmliche SIM-Karten und die Slots sind entsprechend kleiner. So hätten die Designer mehr Platz für andere Bauteile. Falls Apple eine Nano-Version des iPhones plant, brauchen sie jeden Kubikmillimeter Platz.

2. micro-SIM-Karten stärken die Position von den offiziellen Netzbetreiber-Partner

Die höchsten Margen erzielt Apple beim iPhone-Verkauf über exklusive Netzbetreiber-Vereinbarungen. Diese iPhones werden in der Regel mit SIM-Lock verkauft, so dass der Kunde gezwungen ist den teuren Laufzeitvertrag des offiziellen Netzbetreibers (in Deutschland T-Mobile) zu nutzen.  Dank Jailbreak&Unlock und dem Import aus Ländern in dem SIM-Locks gesetzlich verboten sind, sind in Deutschland viele iPhones im Umlauf in denen blau.de-, Simyo- oder Fonic-SIM-Karten stecken. Da diese kleineren Anbieter wahrscheinlich erstmal keine micro-SIM-Karten anbieten werden, wird es deutlich umständlicher, Fremdkarten in den neuen iPhones zu nutzen.

3. Apple hat schon öfter neue Hardware-Standards gesetzt

Apple hat sich schon öfter entschieden, Technologien, die sie für veraltet halten, nicht mehr zu unterstützen. Bestes Beispiel dafür ist die Ausstattung des iMacs in 1997, bei der völlig überraschend auf ein Diskettenlaufwerk verzichtet wurde.

Insgesamt halten wir es für relativ wahrscheinlich, dass Apple bei der nächsten oder spätestens der übernächsten iPhone-Generation auf micro-SIM-Karten umsteigen wird. Leider wollte die Pressestelle von Apple Deutschland uns zu diesem Thema keinen Kommentar geben.

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